NeuLand Köln

Gemeinschaftsgarten im Kölner Süden

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Ene Besuch im Zoo – NeuLand und die Sonntagsrunde der Paviane

Das Ganze mal vom Ende gesehen. Britta pflanzt zwecks Bewahrung der Arten.

Klimatag im Kölner Zoo. Ehrensache, dass die NeuLand-Gärtner der Einladung gefolgt sind, um für Gemüse aus der Region zu werben. Neben dem Pavianfelsen haben wir zwei Pflanzkisten gebaut, mit Erde gefüllt, mit heimischen Erbsen und Bohnen der Rheinischen Gartenarche bepflanzt, mit gefühlt 500 Leuten gesprochen und zwei Flaschen Sekt verköstigt. Die Kisten haben wir dem Zoo geschenkt. Sie werden auf dem Gelände des bergischen Bauernhofs stehen, der gerade gebaut wird. Interessiert haben wir die basisdemokratische Sonntagsrunde der Paviane verfolgt. Besonders beeindruckt haben uns deren Strategien zur Konfliktlösung. Ob wir die übernehmen, entscheiden wir von Fall zu Fall in unserer Donnerstagsrunde.

 

 

Ein Mäzen auf NeuLand – Geld spielte selbstverständlich keine Rolle

Doro, Jens Mittelsten-Scheid, Dirk, Thomas, Gudrun Walesch und Judith (v.l.)

Wir waren sehr gespannt auf den Besuch. Gudrun Walesch von der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis hatte uns gefragt, ob wir dem Stifter Jens Mittelsten Scheid unseren Garten zeigen würden. Na klar. Wir arbeiten mit der Stiftung schon lange zusammen. Die unterstützt zum Beispiel die Bundestreffen der urbanen Gärnter, 2012 bei uns, und noch viel mehr. Aber wer ist Jens Mittelsten Scheid? Als ihm 2010 der Deutsche Stifterpreis verliehen wurde, hat ihn keiner Geringerer als Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung gewürdigt: „Jens Mittelsten Scheid ist ein Mäzen mit Maß und Ziel. Er ist großzügig, aber er ist gleichzeitig einer der bescheidensten Menschen, die ich kenne. Sein Stolz steckt nicht in ihm, sondern in seinen Stiftungen. Er protzt nicht mit dem, was er tut, er putzt sich und seine Wichtigkeit nicht heraus. Er schmückt sich nicht mit fremden Federn, sondern mit eigenen Ideen, die er sorgfältig, behutsam, wohlüberlegt verwirklicht und pflegt.“ Was bleibt uns nach zwei Stunden Führung durch den Garten zu sagen? Alles stimmt, was Prantl sagt. Wir haben mit Jens Mittelsen Scheid einen nachdenklichen Frager und Zuhörer erlebt. Mit der Grundidee „Vorhandene Kräfte stützen und nicht Defizite ausgleichen“ fördert der Sohn aus der „Vorwerk-Dynastie“ urbane Gärten, Repair-Cafés und vieles mehr, was wir gut finden. Unser Fazit: Wir haben einen beeindruckenden Menschen kennengelernt und einen beeindruckten Sympathisanten gewonnen.

Der Dank geht auch an die Düssel

Bienen gucken mit Hut (vorne) und Kapuze (hinten)..

Der Gemüsebauer in uns jubelte, der Möbelbauer hielt sich bedeckt. Wie der Himmel. Regen satt. Unsere Wassertanks quollen über. Der Paletten-Möbelbau fiel aus. Land unter. Die BUND-Gruppe mit etlichen Studierenden aus Düsseldorf und anderen Städten, die uns am Samstag besucht hat, disponierte kurzfristig um und beschäftigte sich statt mit Palettenmöbeln mit Terra-Preta in der Theorie. Rein praktisch haben mehrere Aktivistinnen aus der Landeshauptstadt bei uns eine halbe Pflanzkiste gebaut. Andere haben Beete gehackt. Dank an sie und nicht zuletzt an die Freundinnen aus der klein-urbanen Siedlung an der Düssel, in der das Bier so schmeckt wie es heißt.

Wohnst Du noch, oder sägst Du schon?

Werkbank gebaut, Paletten bestellt, Brecheisen poliert, die Akkus der Schrauber geladen. Es kommt der Tag, da wird die Säge sägen. Wann? Am Samstag, 10. Mai, ab 14 Uhr beim kostenlosen Workshop „Paletten-Möbelbau“ auf NeuLand. Wohnst Du noch, oder sägst Du schon?

Die heilende Kraft des Weines

foto-sarah-bettin

Hier ein Foto des ersten Weinstocks (Merlot) des Kräutergartens. Im Bildmittelpunkt sieht man die „Gescheine“, die kommenden Blüten. Sie gehen noch etwas auseinander, blühen, und werfen in ca. 1 – 2 Wochen ihre minikleinen Blütenkäppchen ab. Dann werden sie immer dicker, wonach man sie als „Trauben“ bezeichet. (Danke an Thomas Eichert, den Stadtwinzer, für die fachmännische Erläuterung!) Und wer sich jetzt fragt, was denn der Rebstock in unserem Kräutergarten zu suchen hat, dem sei gesagt, dass die Heilwirkungen der Reben schon in der Bibel erwähnt wurden. So behandelte der barmherzige Samariter die Wunden des Verletzten mit Öl und Wein und auch Paulus wusste schon, dass Wein auch vor bakteriell bedingten Magen-Darmerkrankungen schützt: „Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern nimm ein wenig Wein dazu um des Magens willen und weil du oft krank bist“, schreibt er im ersten Brief an Timotheus (1. Timotheus 5, 23).

Fettverbrennung verstärken

Wer den berühmten feinen Unterschied zwischen Massen und in Maßen berücksichtigt (1 – 2 Gläser pro Tag) kann durch moderaten Rotweingenuss eine präventive und therapieunterstützende Wirkung erzielen. Denn die Weinpflanze ist letztlich eine Heilpflanze mit unglaublich hohem Potenzial. Wissenschaftler haben mittlerweile nachgewiesen, dass der in Weintrauben enthaltene Abwehrstoff Resveratrol die Reparaturaktivitäten der körpereigenen Zellen steigert und damit den Alterungsprozess verlangsamen kann. Außerdem kann dosierter Weingenuss vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen, den Stoffwechsel bei Diabetikern verbessern, Krebserkrankungen und Altersdemenz vorbeugen und sogar die Fettverbrennung verstärken.

Können vor Lachen!

Ihr könnt Köln. Sagt Ihr. Wer ist Köln? Das sind wir. Vielleicht könnt Ihr uns mal. Und dann mal wieder nicht. Aber eigentlich gilt: Uns kann keiner! Schließlich sind wir Köln.

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