NeuLand Köln

Gemeinschaftsgarten im Kölner Süden

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NeuLand wird e.V. – Borjans warnt vor Wertverlust

„NeuLand Köln e.V. i.Gr.“ nennen wir uns ab sofort – bei der gestrigen konstituierenden Sitzung hat sich NeuLand als gemeinnütziger Verein gegründet. „Der Verein hat den Zweck, Volksbildung, Umwelt- und Naturschutz und bürgerschaftliches Engagement zugunsten gemeinnütziger Zwecke zu fördern“, steht in der NeuLand-Satzung. Diesem Zweck möchten wir mit dem Gemeinschaftsgarten-Projekt nachkommen, das wir als Zwischennutzung auf dem Gelände der Dombrauerei-Brache aufbauen wollen. Als Verein haben wir uns gegründet, um als juristische Person Vertragspartner für den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW werden zu können. Dem BLB gehört das Gelände.
Wie es mit dem Areal langfristig weitergeht, weiß derzeit in NRW noch niemand – aber Finanzminister Walter Borjans warnt heute im Kölner Stadtanzeiger vor Wertverlust.

5 Kästen, 25 Chilis und ’ne Handvoll Bohnen

Schlechtes Wetter gibt es nicht. Gute Kleidung zwar auch nicht, aber das war den zehn Gärtnerinnen und Gärtnern, die heute nachmittag auf den Hinterhöfen der Dombrauerei-Brache werkelten, egal.

Hier wurden Pflanzkästen zusammengeschraubt, Erdberge bewegt, Chilis und Paprikas neben Tomaten, Zitronenbasilikum, Buschbohnensamen und Kapuzinerkresse im Mutterboden versenkt. Vom Zweiährigen bis zur Seniorin waren am Ende der zweistündigen Aktion alle ziemlich durchnässt, aber stolz auf das Ergebnis. Wir nennen es jetzt mal kess: den „NeuLand Schaugarten“ – ab sofort zu sehen bei „Stadtwaldholz“, Koblenzer Str. 15. Und arbeiten vereint daran, dass diese Pflanzkästen bald in einen echten Gemeinschaftsgarten auf die Dombrauerei-Brache umziehen können…

Fachhochschule bleibt in Deutz

Die offizielle Verkündung ist erst für kommenden Dienstag (26.7.) angekündigt – der Kölner Stadtanzeiger will das Ergebnis aber schon vorher erfahren haben: Das Ingenieurwissenschaftliche Zentrum der Fachhochschule kommt nicht nach Bayenthal, sondern wird in Deutz neu gebaut. Das Gelände in Bayenthal soll unter Mitsprache der Stadt Köln weiterentwickelt werden, so die Forderung der SPD.

Prinzessinnengarten unterstützt NeuLand

Robert Shaw (2.v.r.) berät uns.

Robert Shaw (2.v.r.) berät uns.

Berlin goes Köln: Ab sofort kooperiert NeuLand mit dem Prinzessinnengarten, Berlin. Einer der beiden Gründer, Robert Shaw, war heute zu Besuch am Dombrauerei-Gelände. Nach einem Rundgang über das Terrain setzten wir uns zusammen – zweieinhalb Stunden Austausch und Beratung zur Gründung des NeuLand-Bürgergartens folgten.

Die Prinzessinnengarten bzw. die dahinter stehende gemeinnützige GmbH Nomadisch Grün sichern uns ihre Unterstützung und Zusammenarbeit zu. Neben der Beratung im Aufbauprozess werden wir in Form von Workshops vom Know-How der Prinzessinnengärten profitieren, sobald unser Bürgergarten steht.

Rat fordert weitere Standortprüfung in Bayenthal und Deutz

Jetzt kommt Druck aus Köln: Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 14.07.2011 einen Antrag der Fraktionen von SPD und Grünen beschlossen. Das Land Nordrhein-Westfalen soll, so die Forderung des Antrags, bei der Entscheidung über den zukünftigen Standort des IWZ die zusätzlich am Standort Kalk verfügbaren Grundstücke bzw. die am Standort Bayenthal zusätzlich benötigten Grundstücke in Erwägung zu ziehen und damit eine tatsächliche Vergleichbarkeit der beiden Standorte herstellen.

Verwaltung gefordert

Außerdem wird die Verwaltung der Stadt Köln gebeten sicherzustellen, dass die städtischen Grundstücke bzw. die Grundstücke im Eigentum der städtischen Unternehmen dem Land Nordrhein-Westfalen bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden. Sowohl in Deutz als auch in Bayenthal besitzt der Abfall- und Wirtschaftsbetrieb (AWB) Grundstücke, die für einen eventuellen Neubau in Frage kommen. In Deutz plant außerdem die Feuerwehr 2015 ihren Wegzug, so dass dort ebenfalls ein städtisches Grundstück frei würde.

Ideen und Gartenpläne wachsen!

Hinter uns liegt ein Sonntag der sprießenden Ideen! Zwölf Leute fanden sich vormittags bei prasselndem Regen ein, um am runden Tisch Ideen zu diskutieren. Neuigkeit: Die NeuLänder stehen intensiv mit dem Prinzessinnengarten, Berlin, im Kontakt, um ein Konzept für einen Bürgergarten umzusetzen. Wir planen die Errichtung einer komplett mobilen Garteninfrastruktur als Zwischennutzung. Dieser Garten soll die Brache beleben und zum Treffpunkt werden. Sobald das Gelände bebaut wird, zieht er um. Das Interesse für das Dombrauerei-Areal in der Bürgerschaft ist enorm – das zeigten auch die anderen Ideen. Eine Gruppe möchte die Möglichkeit prüfen, ob eine Zwischennutzung von Gebäuden oder Flächen für ein KiTa-Provisorium möglich ist, als Alternative für den umstrittenen KiTa-Provisoriumsbau am Oberländer Wall. Eine andere Gruppe interessiert sich mit langfristiger Perpektive für das Gelände: Es käme als zukünftiger Standort einer Gesamtschule in Frage – daran mangele es im innerstädtischen Köln.

Interesse ist enorm

Nachmittags dann war das Interesse für unseren mobilen Stand beim Edelweißpiratenfestival im Friedenspark/Südstadt enorm. Dank der Unterstützung von Dirk Kerstan (ist mit frischem Know-How vom Prinzessinnengarten zu uns gestoßen!) und Niklas Wagner vom DQE Ehrenfeld konnten wir Hunderte von Flyern verteilen und Gespräche führen. Das großartige Feedback zeigt uns, dass unser Projekt Bürgergarten Rückhalt bei vielen Menschen finden wird: Die Lust auf innerstädtisches Gärtnern in Köln scheint enorm. Und auch das Interesse daran, dass auf dieser Brache endlich Leben entstehen soll.

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