Gemeinschaftsgarten im Kölner Süden

Kategorie: Garten aktuell (Seite 55 von 61)

Silvestergrüße aus dem NeuLand-Garten & Verlegung der Sonntags-Treffen

Das Jahr geht zu Ende – es war ein tubulentes Jahr! Auch an der Dombrauerei-Brache:

170 Guerilla-GärtnerInnen legen im Juli den Grundstein für den NeuLand-Garten. Seitdem treffen sich jeden Sonntag Interessierte an der Dombrauerei-Brache
– die ersten 10 Hochbeete werden gebaut und mit Rucola, Spinat, Feldsalat, Klee bepflanzt
– Über 50 BürgerInnen bringen ihre Vorschläge beim Ideenworkshop ein und bewerten sie
– FH-Architektur-Studierende entwickeln auf dieser Grundlage die Landschaftsplanung
– die ersten Arbeitsgruppen nehmen ihre Arbeit auf
– mit den Komposthaufen hat die Erd-Produktion begonnen und viele BürgerInnen machen mit
– beim Gartenglühen beweist die NeuLand-Gemeinschaft mit dem Umzug, dass der Garten mobil ist-
(Nachlesen könnt Ihr dies alles im hier im Blog)

– Für den NeuLand-Garten war es ein gutes Jahr – dank Eurer Mitarbeit!
-Zugleich war es ein Jahr zäher Vertragsverhandlungen. Fünf Monate nachdem wir die Zwischennutzung beantragt haben, wartet der Verein Kölner NeuLand immer noch auf die offizielle Nutzungserlaubnis für das Gelände. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, derzeitiger Eigentümer der Fläche, verzögert den Vertragsabschluss immer wieder – obwohl im September grundsätzlich Bereitschaft signalisiert wurde. Das bremst aus. Wir wollen nicht geduldet sein, sondern endlich in Ruhe gärtnern!
– Umso wichtiger ist es, sich zum Jahresende noch einmal die Geschichte des Areals in Erinnerung zu rufen.
– Die Dombrauerei-Brache befindet sich im Besitz des Landes NRW. Für das Gesamt-Areal wurden 88,6 Millionen Euro bezahlt – 40 Prozent über Marktwert, wie vergangene Woche u.a. die Kölnische Rundschau berichtete. Das war ein Millionengeschäft für das Bauunternehmen Bauwens – auf Kosten des Landes, also der BürgerInnen NRWs. Dieser Grundstücksdeal ist deshalb Gegenstand in einem Landtags-Untersuchungsausschuss und in Korruptionsermittlungen der Staatsanwaltschaft Wuppertal (s. auch Bericht auf „Meine Südstadt“).

Köln ist unsere Stadt. Solche Deals können nicht einfach so hingenommen werden. Die Dombrauerei-Brache den Bürgern zugänglich zu machen und den NeuLand-Garten mit allen Mitteln zu unterstützen, wäre ein erstes Zeichen, dass der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW das verstanden hat. Es gibt also viele Gründe, weiter am Ball zu bleiben. Wir freuen uns auf den Start ins Gartenjahr 2012 – mit Euch!
– Deshalb noch eine wichtige Information: Unsere Winterpause endet am 14.01., einem Samstag. Ab dann treffen sich die Gemeinschaftsgärtner immer samstags (nicht mehr sonntags) um 15 Uhr bei Stadtwaldholz Koblenzer Str. 15. Dort werden Pflanzkisten gebaut – Ziel ist es, im März/April mit 200 Stück in die Saison zu starten.

Wir freuen uns auf Eure Mitarbeit und wünschen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Oooops, zu viel bezahlt….

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Eigentümer unserer Brache, hat den Wert für das gesamte Areal nach unten korrigiert. Für die Grundstücke zwischen Bahndamm und Schönhauser Straße, rechts und links der Alteburger Straße, wurden einst 88,6 Millionen bezahlt. Tatsächlich aber ist das Areal 40 Prozent weniger wert, schreibt heute die Kölnische Rundschau. Das war dann wohl ein ziemlich gutes Geschäft für den Vorbesitzer – die Tochterfirmen Gambrinus, Tertianus und Animus, die zum Konzern des Bauunternehmers Paul Bauwens-Adenauer gehörten….

Stadt plant Süd-Viertel – und NeuLand ist betroffen!

Die Stadt Köln plant ein neues Viertel im Kölner Süden. Diese Pläne betreffen auch das Gelände, auf dem der NeuLand-Garten entstehen soll. Das berichten heute der Kölner Stadtanzeiger und die Kölnische Rundschau. Den Plänen zufolge will die Stadt auf dem östlichen Teil der Dombrauerei-Brache (zwischen Alteburger Str. und Rhein) eine Gesamtschule errichten. Auf dem westlichen Teil, auf dem der NeuLand-Garten entsteht und für das wir die Zwischennutzung beantragt haben, sollen Wohnhäuser gebaut werden. Nördlich davon, zwischen unserer Brache und dem Bahndamm, ist der verlängerte Innere Grüngürtel geplant. Dafür soll das Gebiet per Ratsbeschluss im kommenden Jahr als Sanierungsgebiet ausgewiesen werden.

Der Verein Kölner NeuLand ist guter Hoffnung, dass wir angesichts dieser Planungen unser Gartenprojekt umsetzen können. Erfahrungsgemäß dauert die Umsetzung einer solchen Großraumplanung in praktisches Bauen mindestens 3 bis 5 Jahre. In dieser Zeit wollen wir alles unternehmen, der Dombrauerei-Brache Leben einzuhauchen und hoffen auf gute Zusammenarbeit mit Stadt und Land.

Fantome und Familien

Eines muss man ja mal sagen: Fast immer haben wir Glück mit dem Wetter bei unseren Sonntagstreffen. Dieses Mal war es zwar bitterkalt, aber durchaus gemütlich – dank des Lagerfeuers, das die großen und kleinen BesucherInnen am neuen Garten-Standort wärmte. Die Feuerstelle wollten wir eigentlich selbst bauen – aber ein flinkes Fantom hatte das schon für uns übernommen, hatte Sitzgelegenheiten gebaut, Steine im Kreis verlegt und Fundholz hinein geschichtet. So konnten die Kinder direkt mit dem Grillen von Würstchen anfangen, die eine Familie aus dem Severinsviertel für alle mitgebracht hatte. Danke an Fantom und Familie! Auch der erste Ernteklau hat schon stattgefunden – hoffentlich hat er gut geschmeckt, der Rucola, der aus einem unserer Pflanzkästen verschwunden ist. Nur bitte das nächste Mal nicht so nah ans Herz des Rucolas heran schneiden. Dann kann er nämlich wieder nachwachsen ;-)! Die meisten der rund 15 Besucher waren gestern übrigens zum ersten Mal auf NeuLand – deshalb wurde am Lagerfeuer viel gefragt und viel berichtet und dabei lediglich ein bisschen aufgeräumt…

Warten aufs Fenster-Ja, Besuch aus Müngersdorf und Ähren auf Europaletten

Nach dem Umzugsgartenglühen vom vergangenen Sonntag geht’s am 11.12. um 15 Uhr beim Sonntagstreffen entschleunigter zu. Wir bauen einen Feuerplatz und bringen Interessierte auf den neusten Stand in Sachen Vertragsverhandlungen mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW. Gerne würden wir auch einige Fenster des Gebäudes Alteburger Str. 142-4 ausbauen, um daraus im Frühjahr schicke Frühbeete zu bauen. Aber dafür warten wir noch auf ein Zeichen vom BLB….

Arbeitsgruppe Hühnerhaltung
Am Dienstag, 13.12., 19 Uhr trifft sich bei Stadtwaldholz, Koblenzer Str. 15, zum zweiten Mal die Arbeitsgruppe Hühnerhaltung. Wir bekommen Besuch von Angelika Burauen aus der Freiluga, einer Garten- und Naturschule für Kinder in Müngersdorf. Sie kennt sich bestens aus mit Hühnerhaltung und wird uns einige Geheimnisse verraten. Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen.Wir brauchen….ab sofort Europaletten und Einwegpaletten aus Holz. Daraus werden wir in den kommenden Wochen Pflanzkisten bauen. Bedingung: Sie müssen ein Ähren-Zeichen aufgebrannt haben (dann ist das Holz unbehandelt und für den Garten geeignet). Wer welche hat oder jemanden kennt, der welche abgeben kann: bitte kurze Mail an info@koelner-neuland.de

Bitte sammelt Küchenabfälle zum Kompostieren und bringt sie mit!
Schnittblumen, Brötchentüten, Zitrusfrüchte, Bananenschalen und Gekochtes kommen allerdings nicht auf den Haufen.

Gartenglühen 2011: Danke fürs Umziehen und Feiern!

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Eigentlich wollten wir am Sonntag einfach nur feiern – mit Euch, weil das Jahr zuende geht und 2012 ein Gartenjahr für die DOM-Brauerei-Brache wird.

Aber dann kam am Mittwoch dieses Einschreiben vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW: Bitte die Pflanzkisten räumen, der Platz wird für Abrissfahrzeuge gebraucht. Wir erkannten natürlich sofort die Herausforderung. Wer von sich behauptet, einen mobilen Garten gründen zu wollen, muss seine Beweglichkeit von Anfang an unter Beweis stellen.

Konnten wir. Liebe Leute, das war echte Teamarbeit! Auf Holzschienen und mit einer „Ameise“ haben wir gemeinsam (insgesamt ca. 60 Menschen) am Sonntagnachmittag zwischen 15 und 17 Uhr die 10 mit Erde befüllten Pflanzkästen an ihren neuen Platz geschubst, gehoben, gezogen. Jeder einzelne wog gefühlte 100 Kilo… Von Kiste zu Kiste wurde das Schienen- und Schiebesystem allerdings optimiert –  die letzten vier flogen förmlich Richtung Schönhauser Straße. Hungrig, zufrieden ging’s danach rüber in die Hinterhöfe von Stadtwaldholz. Dort empfing uns der Duft gegriller Salsiccia und der Ton der Pornofeigen – die beiden Jungs legten grandiose Elektronik zu Urban Gardening Filmen aus New York, Ghana, La Havana, Vancouver, Mexico City, Oakland und Berlin auf. Kinder hielten mit großen Augen Stockbrot ins Lagerfeuer, die Suppe köchelte, der Glühwein dampfte. Nach der Arbeit kam das vergnügte Plaudern.

Es war ein tatenreiches und schönes Fest – vielen Dank an alle, die mitgefeiert und mitgemacht haben!

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