NeuLand Köln

Gemeinschaftsgarten im Kölner Süden

Seite 20 von 65

NeuLand on tour bei „Refugees Welcome-Südstadtfest“, „Marktzehn“ und „Tag des Guten Lebens Sülz“

Das war ein Wochenende mit richtig vielen schönen Begegnungen! Gleich auf drei Veranstaltungen waren der NeuLand-Stand vertreten – und alle drei Feste hatten auf ganz unterschiedliche Weise mit NeuLand zu tun. Bei „Refugees Welcome“ machte die AG Flüchtlinge Neuankömmlinge in Köln, StudentInnen und Bewohner auf unseren Garten aufmerksam und vernetzte sich kräftig. Bei „Marktzehn“ vor der Großmarkthalle waren wir, weil wir regionale Produkte und leckeres, handgemachtes Essen ebenso wichtig finden wie eine bürgernahe Entwicklung der #ParkstadtSüd. Und dass eine autofreie, selbstgestaltete, grüne Stadt Gutes Leben ermöglicht, ist für viele NeuLänder klar wie Kloßbrühe – also haben wir gemeinsam mit den anderen Gemeinschaftsgärten beim „Tag des Guten Lebens“ in Sülz aufgeschlagen! Hier kommen unserer Berichte:

REFUGEES_WELCOME2_WEB_20150529_151826

Refugees Welcome Nachbarschaftsfest

Auf der Mainzer Straße war die NeuLand-AG Flüchtlinge am 29. Mai mit einem Infostand, Flyern in drei Sprachen und einer Sonnenblumen-Pflanzaktion beim „Refugees Welcome-Südstadtfest“ der Fachhochschule Köln dabei. Mit von der Partie waren Inci, Michel, Judith L. und Sandra. Pflanzen und Produkte aus dem Garten (leckere Chutneys und Marmeladen) konnten gegen Spende mitgenommen werden. Vor allem Feigenbäumchen und Stachelbeersträuchlein waren der Renner! Eine rundum gelungene Aktion mit vielen interessanten Gesprächen und netten Begegnungen – einfach schön! Dank an alle Besucherinnen und Unterstützerinnen und an das Team der FH-Köln – Ihr wart ganz wunderbare GastgeberInnen! (Sandra)

IMG_REFUGEES_WELCOME_2_WEB_20150529_151919

Marktzehn

Das NeuLand-Team war am Samstag, 30. Mai, mit einem Stand bei Marktzehn auf dem Großmarkt. Zu dem erstmalig stattfindenden Streetfood-Wochenmarkt sind wir in echter Neuland-Art angereist: klimaneutral mit dem Gartenbollerwagen. Wir haben unsere Lieblings-Tomate „Green Doctors“, von NeuLand-Gärtner und Großmarkt-Kenner Ahmed liebevoll gezogene Mispel-Bäumchen, Erdbeerpflanzen, Ringelblumen und selbstgewonnenes Saatgut unter die Besucher gebracht. Vor Ort waren Gisela, Alex, Achmed und Thomas. Aus NeuLand-Sicht war der Tag ein Erfolg und es hat Spaß gemacht. Im Spätsommer sind wir gerne wieder dabei – und geben Erdbeerpflanzen ab! (Alex)

IMG_1503

Tag des Guten Lebens 2015 Sülz

Auch beim TdGL am 31. Mai konnten wir einige Pflanzen unters Volk bringen – ‚Green Doctors‘, versteht sich. Am Manderscheider Platz in Sülz hatten wir einen gemeinsamen Stand mit den anderen Kölner Gemeinschaftsgärten – Pflanzstelle, Gartenwerkstadt, Campusgarten – und wechselten uns in der Standbesetzung ab. Es gab viele interessante und interessierte Gespräche, und wir haben unsere zarten Bande zur Kölner Solawi gestärkt, die den Stand nebenan hatte. Wir sind erleichtert, dass wir beim dortigen Saatgut- und Gemüsetest keineswegs durchgefallen sind. Womöglich gibt es noch dieses Jahr einen gemeinsamem Kräuterworkshop und einen Feldbesuch bei den Solawistas! Der TdGL wurde von den Sülzern gut angenommen – viele Nachbarn machten Aktionen. Wie schön, dass erneut an einem Tag sicht- und erlebbar wurde, welche Lebensqualität eine autofreie Stadt bietet! (Doro)

IMG_1501 IMG_1502

Die Rückkehr des Freibeuters – Dem Kapital mal ordentlich die Renditen lesen

Das nenn ich mal Augenhöhe.

Das nenn ich mal Augenhöhe.

Hallo Freibeuter, Du bist wieder da?

Na klar. Muss!

Wo warst Du so lange? Nach meiner Reise durch die endlosen Weiten der Kölner Grauwacke hatte ich entschieden, mich mal sozusagen global treiben zu lassen. Ich habe alles gesehen und von allem das Gegenteil. Jetzt planen die ja hier die Parkstadt Süd und ich plane, das Schlimmste zu verhindern.

Müssen wir Angst haben?

Ja klar, die Investoren scharren schon mit den Hufen, dass es nur so staubt. Die sagen ja immer, dass ihr Geld arbeiten muss. Geld und arbeiten? Die sollten sich ihre Kohle mal angucken. Habe ich doch auf den Bahamas gesehen. Unfassbare Mengen an Euroscheinen und Pfundnoten legen da morgens um 7 Uhr ihre Handtücher auf die Liegestühle am Pool. Die Strände sind übersät von chillenden Dollarnotenbündeln, die allein schon aus lauter Langeweile internationale Bankenkrisen anzetteln. Und dieses Geld soll jetzt nach Köln und arbeiten. Dass ich nicht lache. Diesen stinkfaulen Geldsäcken werden wir hier aber mal ordentlich die Renditen lesen.

Wie denn?

Kein Ausverkauf städtischer Grundstücke zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben. Die Grundstücke müssen verpachtet werden. Nur dann rutscht der städtische Einfluss nicht auf Knien als Bittsteller vor die Spekulanten, sondern handelt selbstbewusst als Herr des Verfahrens. Wir wollen unser Köln behalten. Punkt.

Gott im Himmel, Spekulanten?

Die kreisen immer dienstags bei der Bürgerbeteiligung um den heißen Brei und sagen nix. Mögen Sie den Mut finden, zu sprechen. Denn sonst bekommen die Planungsteams ja nur die Vorgaben der Bürger als Aufgaben. Die reden ja über ihre Interessen. Und plötzlich ist der Grüngürtel 200 Meter breit und die Bebauung entsprechend geschrumpft. Aber wenn dann das Gejammer der Investoren losgeht nach dem Motto „Hätten wir das gewusst, hätten wir uns eingemischt“, dann ist der Bürgerwille alternativlos und Sachzwang sowieso.

Du spinnst.

Die Investoren sollten mit uns reden. Sie wissen nämlich nicht, was wir wissen.

Ist das jetzt eine Drohung?

Nein, jedenfalls nicht nur. Nennen wir es ein freundliches Angebot mit Potenzial.

10 Fragen zu NeuLand: Nehmt teil an unserer Kurzumfrage!

Nun gibt es uns seit fast vier Jahren. Wir sind neugierig und möchten wissen: Hat NeuLand etwas bei euch verändert? Wer gehört zur engeren und weiteren NeuLand-Community? Ist NeuLand interkulturell?

Bitte nehmt euch jetzt 5 Minuten Zeit und beantwortet die 10 Fragen unserer Kurzumfrage.

Erstellen Sie Ihre eigene Umfrage zu Nutzerfeedback.

Ganz besonders freuen wir uns, wenn ihr hier im Blog zusätzlich auch Beispiele postet, wie ihr die Stadt und euer Umfeld verändert habt:

Baut ihr jetzt Gemüse zuhause an?
Bepflanzt ihr Baumscheiben, Hinterhöfe, Balkone, Parks?
Achtet ihr mehr auf die Herkunft eures Essens?
Verwendet ihr samenfestes Saatgut?
Kauft ihr bewusster ein?
Repariert und recycelt ihr häufiger?
Nehmt ihr die Stadt anders wahr?

Zeigt es uns in Fotos und Kommentaren und berichtet, welche Rolle NeuLand dabei spielt. Wir sind gespannt!

 

Wie macht der das nur?

Unser Michel. Ein Mann, dem die Frauen vertrauen. Und alle anderen auch.

Unser Michel. Der Mann, dem die Frauen vertrauen. Und alle anderen auch.

Eine typische NeuLand-Woche: Wir haben im Gartencafé geklatscht und über vieles gequatscht, wir haben genossen und gegossen, Kinder bespaßt, sind durch die Half-Pipe gerast, haben Schnecken gejagt und Beschlüsse vertagt. Eine syrische Frau aus den Containern nebenan hat uns mit zwei Jungs besucht. Sie ist Agrarwissenschaftlerin, und aus der Siedlung Koblenzer Straße kennen wir eine Frau, die in letzter Zeit heute häufiger bei uns ist und Arabisch als Muttersprache hat. Wunder gibt’s.

Stachliger Schatz: NeuLands Disteln nähren Finken

Wildes Disteldurcheinander am "Mount Gersmann"

Wildes Disteldurcheinander am „Mount Gersmann“

Zu sehen: Die Gemeine Kratz-Distel (Cirsium vulgare) und die Weg-Distel (Carduus acanthoides)
als schaurig-wildes, fast erwachsenengroßes Durcheinander. Auf unserer Brache, einer Aufschüttung mit fremdem Erdreich zur Abschirmung vor potenziell verseuchtem Boden, gedeiht etwas Wertvolles.

Die Gemeine Kratzdistel - nicht gemein genug für diesen Rüsselkäfer!

Die Gemeine Kratzdistel – nicht gemein genug für diesen Rüsselkäfer!

Wieso Wertvolles? Diese Vegetation aus Disteln bietet vielen Finkenarten, insbesondere dem bunten Stieglitz alias Distel-Fink, seine natürliche Nahrung: Distel-Samen. Gerade im Winter finden die gescheckten Schönheiten immer weniger ihres angestammten Futters. Der Grund: In den artenarmen Feldern und Feldrändern, die die Agrarindustrie hervorbringt, und an deren Randbereichen, aber auch in der städtischen „Grün-Ausräumungs-Unkultur“ unserer Städte haben stachelige Disteln keinen Platz. Was für die Finken überlebenswichtig ist, wird als Unkraut vernichtet.

Brachen oder schwach genutzte Innenstadtgrünbereiche wie NeuLand bieten da eine erstaunliche Oase, eine Zuflucht für durchreisende flinke Finken. Herzlich Willkommen!

Iwo Staszewska

Bei der Artenviefaltserhebung im Juni 2014 haben wir an einem Tag rund 95 Wildpflanzen auf NeuLand gefunden. Die gesamte Liste und Infos zum Crowdscience-Event findet ihr auf unserer Wissen-Seite.

Da kam richtig Freude auf: Lachyoga auf dem Mount Gersmann

Sieht doch gut aus, oder?

Sieht doch gut aus, oder?

Der Gemeinschaftsgarten brummt. Dank unserer Neugärtnerinnen und -gärtner haben wir einen Quantensprung bei der Beetpflege gemacht. Die gärtnerischen Erfolge der „Neuen“ sind zum größten Teil mehr als erfreulich. Gefreut sich sich auch unsere Lachyoga-Gruppe auf dem Mount Gersmann: Und das über anderthalb Stunden. Michel ist mittlerweile Kult bei den Kindern. Anscheinend hat sich seine Rosenpatenaktion in den Grundschulen herumgesprochen, und man kann sich in den Klassen kaum noch sehen lassen, wenn man nicht Rosenpate auf NeuLand ist. Wir haben aus Ninas Kunstwerk vom Mount Gersmann eine 1A-Kompostmiete mit Dach gebaut.

Sieben NeuLänder beim ersten Themenabend

Und wir waren mit sieben Leuten beim ersten Themenabend im Bürgerbeteiligungsverfahren „Parkstadt Süd“ vertreten. Bei unseren Freunden vom hyperlokalen Internet-Portal „www.meine-suedstadt.de“ findet Ihr einen Kommentar vor dem ersten Themenabend und einen erhellenden Bericht danach. Eine grundsätzliche Anmerkung zum Themenabend: Wir NeuLänder widersprechen ausdrücklich der vermeintlichen Logik, die Fortsetzung des Inneren Grüngürtels müsse mit dem Geld bezahlt werden, das man mit dem Verkauf städtischer Großmarkt-Grundstücke nach Höchstgebot einnimmt. Wir fordern zum Beispiel genossenschaftliche Modelle. Das ist ein erstes Ergebnis unseres Ideenworkshops an Himmelfahrt. Dazu in Kürze an dieser Stelle mehr. Wir werten die Ergebnisse gerade aus.

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 NeuLand Köln

Theme von Anders NorénHoch ↑