NeuLand Köln

Gemeinschaftsgarten im Kölner Süden

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NeuLand zum Mitnehmen: Unsere Pflanzsäcke

Darauf haben wir uns schon sein Monaten gefreut. Wir sind gespannt, wie sie bei euch ankommen: Beim Frühlingsfest am Samstag versteigert Singersongwriter Pike ab 15.30 Uhr die ersten Exemplare unsere selbstgenähten, von Lena Schmidt designten Pflanzsäcke. Manche sind aus abbaubarer Folie, manche aus zertifizierter Jute, manche haben Tragegriffe und manche das NeuLand-Logo aufgesprüht. Alle sind im Winter 2013 entstanden, und wir hoffen, dass sie euch gefallen und ihr sie für Höchstpreise ersteigert – zum Wohle des Gemeinschaftsgartens.

Schotte, Schwabe, Imker – bee space bei NeuLand

Berufsimker Johann van den Bongard hat beim Workshop „Betriebsweise Dadant“ die grauen Zellen der bieneninteressierten NeuLänderinnen und NeuLänder sowie vieler weiterer (angehender) Hobby-Imker zum Summen gebracht. Eine bienen- und imkergerechte Bienenhaltung ist eine Wissenschaft, ein Handwerk und eine Dienstleistung zugleich. Los ging der Workshop im Baui mit einer detaillierten Einführung in die Hardware der Bienenhaltung: Beute, Boden, Brutkasten, Honigraum, Bienenflucht, Futtertasche, Rahmen und Rähmchen, Waben, Mittelwand, Deckel, … Danach gab es eine kurze soziologische Betrachtung des Wesens des „Imkers“ an sich: „Imker sind ganz eigenartige Menschen“.

Imkern im NeuLand-Style

Mit diesem Satz warnte uns Herr van den Bongard davor, gebrauchte Hardware von Alt-Imkern zu kaufen, denn „die Steigerung von Geiz ist Schotte, Schwabe, Imker.“ Na klar, ganz uneigennützig war diese Warnung nicht, schließlich gibt es in seinem Online-Shop alles, was das Imkerherz begehrt. Aber der Workshop war keine Werbeveranstaltung und auch kein dogmatisches Plädoyer für die Betriebsweise Dadant. Nein, Herr van den Bongard hat immer wieder betont, dass wir NeuImker unseren ganz eigenen bee style beim Imkern kreieren sollen. Er hat uns lediglich seine Betriebsweise vorgestellt und uns unzählige wertvolle Tipps für den Start unsers Bienenprojekts mit auf den Weg gegeben. Darüber hinaus haben wir gelernt, dass der Schwarmtrieb der Bienen ganz einfach zu erklären ist: „Das ist wie bei uns, die natürlichen Triebe müssen befriedigt werden, sonst zieht einer aus.“ Jetzt gilt es noch bee space zu erklären: Der bee space wurde 1851 vom Amerikaner Lorenzo Lorrain Langstroth entdeckt und bezeichnet den idealen Abstand zwischen Rahmen und Beutewand. Dieser liegt bei acht (plus/minus zwei) Millimeter. Halten wir diesen ein, steht dem NeuLand Honig fast nix mehr im Weg und es bleibt nur zu hoffen, dass wir unsere zukünftigen Bienen bei all der Euphorie nicht „tot gucken“.

Bürgerbeteiligung in Köln – heute, 19 Uhr, im hdak-Kubus

Mit dem Zauberwort „Bürgerbeteiligung“ schmücken sich viele Kommunen – auch die Stadt Köln. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder unterschiedliche Ansätze, Bürgerbeteiligung in Köln umzusetzen – bei Großprojekten etwa wie dem Godorfer Hafen und dem Ehrenfelder Helios-Gelände.  Doch: Funktioniert sie wirklich, die Bürgerbeteiligung in Köln? Sind die Beteiligten am Ende zufrieden, wird die Stimme „der Bürger“ tatsächlich gehört?

Von Helios lernen?

Heute Abend sind Hawe Möllmann, der Sprecher der Bürgerinitiative Helios, und der NRW-Geschäftsführer des Mehr Demokratie e.V., Alexander Trennheuser zu Gast bei NeuLand und hdak. Ausgangspunkt ist der Bürgerbeteiligungsprozess in Ehrenfeld. Dort begehrten 2000 Menschen gegen ein geplantes Einkaufszentrum auf. Der daraufhin von der Stadt eingeleitete Bürgerbeteiligungsprozess mit Workshops gilt allgemein als Beispiel für eine gelungene Bürgerbeteiligung. Wie lief dieser Prozess ab, was lief daran gut, was hätte besser laufen können? Was müssen Bürger tun, um sich effektiv einzubringen? Das sind die Fragen, um die es an diesem Abend geht – auch mit Blick auf das nächste Großprojekt: Die Umgestaltung des Großmarkt-Geländes zum neuen Stadtquartier in den kommenden 15 Jahren.

Eine Veranstaltung in der Reihe „Jeden Dienstag 19 Uhr – eine Stunde Baukultur“. Veranstaltungsort: Haus der Architektur Köln, hdak-Kubus, Josef-Haubrich-Hof, 50676 Köln. Eintritt: frei.  Anmeldung: nicht erforderlich.

Dach decken, Strom und Wasser einhausen: Mobiler kann keiner.

„Das  Dach ist der obere Abschluss eines Gebäudes  Zusammen mit den Außenwänden trennt es Außenraum von Innenraum und schützt vor der Witterung. Seine Gestaltung ist prägend für das gesamte Bauwerk und abhängig von klimatischen Bedingungen, Baustoffen und Baustilen. Im Verlauf der Architekturgeschichte entwickelten sich unterschiedlichste Dachformen.“ So weit Wikipedia. So gut. Und bei uns? Da haben wir ja auch das eine oder andere „Gespräch“ über den oberen Abschluss und die klimatischen Bedingungen geführt. Aber jetzt haben wir endlich ein sehr gediegenes Richtfest für unser Gewächshaus gefeiert. Star weit hinter Michel Faber, Dirk und Jörg-Christian war der Richtkranz. Aber wir waren auch nicht schlecht. Gemeinsam mit NeuLändern und Besuch aus Berlin – Lisa und Robert von den Prinzessinnen-Gärten, mit denen wir weitere Formen der Zusammenarbeit vereinbart haben – wurde die Folie über die Rundbögen gezogen und mit Latten festgeschraubt. Endlich Zeit fürs Foto-Shooting!! Darüber hinaus: Wir glauben nicht, dass Hundescheiße düngt (Foto). Aber zurück zum Thema Zukunft: Wir haben den Anschluss für Wasser und Strom. Das ist ein kleiner Schritt für den Kohlrabi, aber ein großer Schritt für NeuLand.

Edel, edel unser Garten, und jetzt auch noch mit Kathedrale

Da steht er nun. Nach nur einem Tag Arbeit. Unser Weiden-Dom. Und er muss den Vergleich mit dem berühmten Kollegen in Blickweite jenseits der Bahntrasse wahrlich nicht scheuen. Ja gut, jetzt hört man die Erbsenzähler wieder nörgeln, dass es doch noch Unterschiede gibt zwischen der Protzkirche an der Trankgasse schräg gegenüber von McDonalds und unserer Kathedrale der Natur. Den Nörglern sagen wir: Effizienz ist Bauwerk fertig in Abhängigkeit von Arbeitszeit mit Leidenschaft. Und da sind Michel und sein Team allen Dombaumeistern und einer -meisterin der vergangenen 764 Jahren um Ewigkeiten voraus.

Besuch vom „Gartenglück“

Ewigkeiten waren naturgemäß nicht Themen dieses Workshops-Wochenendes im NeuLand. Statt dessen stand der Samstag ganz im Zeichen der eher kurzfristigen aber gewohnt effizienten Wissensvermehrung in unserem gemeinschaftlichen Urban-Grün. Katrin Iwanow von „Gartenglück“ erklärte in ihrem Seminar, wie man Gemüsepflanzen anzieht und umtopft. Wer das verpasst hat, kann sich entsprechende Videos mit ihr auf gartenzwerg.tv im Internet angucken. Live war aber noch besser. Und Armin Thiesen zeigte uns, wie man Apfelbäumchen veredelt. Edel, edel unser Gartenprojekt auf mittlerweile 6242 Quadratmetern Tennisplatzsand. Und jetzt auch noch mit Kathedale.

Gartenwetter, Besuch vom Campus und DIY-Video #2

Danke für die vielen helfenden Hände gestern beim Reinhau-Nachmittag. Ihr habt euch mächtig ins Zeug gelegt und den NeuLand-Garten tennissandschippend und palettenzerlegend um ein großes Stück erweitert.  Die Studenten vom Campus-Garten haben ihre ersten Europaletten-Kisten gebaut. Wir sind gespannt, wie’s an der Uni weitergeht und helfen euch, so gut wir können. Und der TV-Sender Phoenix besuchte uns – im Mai gibt’s dort eine Sendereihe über Zukunft und Nachhaltigkeit. Dass NeuLand und Urban Gardening darin eine Rolle spielen, wundert uns zwar nicht – schließlich arbeit wir hier ja gemeinsam an der Zukunft unserer Stadt 😉 Danke trotzdem, dass ihr über uns berichtet, Phoenix!  Außerdem: NeuLand proudly presents: Das DIY-Video #2. Hier zeigen euch NeuLänder, wie man aus Klopapierrollen Anzuchttöpfchen bastelt.

„Fence Row Cherry Fox“ im Angebot

Und wer danach sofort loslegen möchte: Wir brauchen noch Leute, die auf ihren Fensterbänken Pflanzen für den NeuLand-Garten vorziehen. Wir geben wahre Raritäten in eure Hände: Die Tomaten „Orange Bourgeois“ und „Fence Row Cherry Fox“ zum Beispiel. Abzuholen entweder heute Abend beim Donnerstagstreffen im Baui (20h) oder über Ostern nach Absprache mit Judith unter info@neuland-koeln.de

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